Kommentar

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Dieses Bild-Archiv wurde nach einer phänomenalen Asien-Reise 2014 (siehe unten) eingerichtet. Daher heißt es auch noch “indochina…”. Da das aber glücklicherweise nicht unsere erste und letzte Reise war, und sich dieser WordPress-Blog so gut zur Präsentation eignet, werden nun einfach weitere Trips angehängt. Aus Bequemlichkeit bleibt es auch bei diesem Domain-Namen, obwohl nun u.a.  auch Alpenberge zu sehen sind… Der Blog selbst ist rein privat und nicht-kommerziell.

Die Fotos hier betrachte ich überwiegend als Reise-Schnappschüsse. Ambitioniertere Arbeiten finden sich auf meiner Hauptseite iconlab.de. Aber auch als Fotograf mit Ehrgeiz möchte man bisweilen Fotos mit eher emotionalem oder dokumentarischem Wert teilen.

Die Asien-Reise 2014 hatte drei höchst unterschiedliche Lebensräume zum Ziel: den Leuser-Regenwald in Nordsumatra, den Meeres-Nationalpark Bunaken in Nord-Sulawesi, und die Megacity Guangzhou (Kanton) in Südchina. Drei Ziele die man als weltweite Top-Ziele betrachten kann: Der Leuser NP ist einer der ganz wenigen Plätze an denen man freien Orang Utans begegnen kann, und wo es noch Primär-Regenwald gibt. Bunaken ist bekannt als eines der artenreichsten Korallen-Riffe. Kanton schließlich ist eine authentische, chinesische Mega-City, an der man die aktuelle Entwicklung des Landes unverfälscht ablesen kann.

Der Flachland-Regenwald in Indonesien wird aufgrund seiner relativ leichten Zugänglichkeit wohl leider bis zum bitteren Ende mit Ölpalmen-Plantagen im wahrsten Sinne “platt gemacht”. Wir sind als Einkäufer und Konsumenten dafür aber genau so verantwortlich wie die Geschäftemacher und korrupten Politiker vor Ort. In den Bergregionen allerdings werden, dank unermüdlichen Engagements Einzelner, die letzten Paradiese der Bio-Diversität verteidigt. Für den Leuser Nationalpark wurde gerade wieder ein Moratorium verlängert das seinen Schutz vor Zugriffen der Konzerne aufrecht erhalten soll. Leider nur wieder für wenige Jahre.
Diese Gebiete zu durchwandern ist anstrengend, wegen extremer Hitze, Feuchtigkeit und steiler Wege. Aber zumindest einen kleinen Einblick zu nehmen ist bereits sehr lohnend. Auge in Auge einem frei lebenden Menschenaffen zu begegnen, – das berührt tief. Leider bewohnen Orang Utans nur Höhen bis 1500 m, so dass sich auch Bergregionen nur eingeschränkt für sie als Lebensraum eignen.

Terry, der Betreiber des Sea-Breeze-Resorts im Bunaken-Meeres-Schutzgebiet, hatte leider auch wenig Hoffnungsvolles zu berichten. Offenbar kümmern sich die Behörden kaum noch um das unfasslich vielfältige Korallenriff dort. Aus gut informierter Quelle erfuhren wir auch von einem gewissen “Roberto” aus Italien, der auf der Insel Bunaken einfach mal eine Bresche ins Riff schlug um einen Bootsanleger an seinem neuen Resort bauen zu können. Und sich ausserdem den gewünschten Bau-Platz rodete und die Bäume ins Meer entsorgte. Dies in einem Schutzgebiet von globaler Bedeutung! Dank einer “kleinen Spende” an den örtlichen Behördenleiter blieb das scheinbar bisher straflos. Die Signalwirkung solcher Aktionen ist natürlich sehr destruktiv.

Nachdem so viel von China und seinem Aufstieg die Rede ist, legten wir die Reiseroute so, dass wir auf dem Rückweg nach Europa einige Tage in Guangzhou/ Kanton Zwischenstopp einlegten, und somit einen persönlichen Eindruck gewinnen können. Der erste, abendliche Spaziergang durch die Altstadtgassen gegenüber der Insel Shamian, war überwältigend. Ein derart vitales, malerisches, witziges, überbordendes Alltagsleben haben wir noch nie zuvor erlebt. Chinatown in Bangkok hatte mir schon mal einen Vorgeschmack gegeben, aber das hier war das Original. Jeder Quadratmeter wird genutzt um zu kaufen, verkaufen, produzieren, essen, trinken, spielen, plaudern oder entspannen. Die Fülle der Produkte und Speisen ist unfasslich. Dieser Begriff drängte sich mir zuvor angesichts der kreativen Fülle des Korallenriffs von Bunaken auf. Hier drückt er meinen Respekt vor der chinesischen Produktivität aus…
Obwohl Klima, Flora und Kultur typisch südost-asiatisch sind findet man hier kaum die, manchmal geradezu devote, Höflichkeit wie in Thailand oder Indonesien. Besonders die chinesischen Frauen geben sich oft burschikos und direkt, aber insgesamt fühlt man sich durchaus wohl, – und ist oft sogar angetan von der schnörkellosen Effizienz die viele Lebensbereiche prägt.

Alpen 9/14 Montblanc-Gruppe, Aosta-Tal und Lago Maggiore: Eine Rundfahrt von fünf Tagen berührte diese großartigen Orte.  Auf der Aiguille du Midi ist man fast auf Augenöhe mit dem Montblanc in der höchsten Zone die die Alpen zu bieten haben. In den Seitentälern des Valle Aosta findet man große Ruhe, und die Seengruppe um den Lago Maggiore hat einen ganz eigenen, schon mediterranen Charakter.

Das multimediale E-Book zu den Inseln Indonesiens für das iPad, und den Mac (ab OSX Mavericks): ”Tropen Inseln”. Erhältlich bei iTunes:
http://itunes.apple.com/de/book/isbn9781623146610

Das multimediale E-Book zu indonesischem Essen für das iPad, und den Mac (ab OSX Mavericks): ”Schmecken und entdecken”. Erhältlich bei iTunes:
https://itunes.apple.com/de/book/indonesien-sudostasien-schmecken/id541094517?mt=11